Saug- und Wischroboter 2026: Die nächste Generation der Haushaltshelfer

Die Zukunft hat den Fuß in der Tür – Saug- und Wischroboter 2026. Denn was die Branche der Saug- und Wischroboter für 2026 ankündigt, klingt wie Science-Fiction im Wohnzimmer. Führende Hersteller und wagemutige Newcomer übertrumpfen einander mit technischen Raffinessen: Roboter, die Socken aufheben, Treppen erklimmen, sich selbst reinigen und dabei immer intelligenter agieren. Ein Blick auf die kommenden Modelle zeigt, dass 2026 ein aufregendes Jahr für alle wird, die den Hausputz gerne den Maschinen überlassen.



Roborock: Greifarm und schlaues Design für den Haushalt

Der Platzhirsch Roborock läutet das neue Jahr mit seiner Saros-Serie ein – und die hat es sprichwörtlich in sich. Im Modell Saros Z70 verbaut Roborock erstmals einen ausklappbaren Fünf-Achsen-Roboterarm („OmniGrip“). Dieses kleine Wunderwerk kann bis zu 300 Gramm heben und greift zielsicher nach herumliegenden Socken, Spielzeug oder Taschentüchern. Stellen Sie sich einen Staubsaugerroboter vor, der erst den weggeworfenen Socken aufhebt und beiseitelegt, bevor er darunter wischt – genau das wird hier Realität. Der Greifarm arbeitet mit Kamera und Sensoren, sodass er Objekte präzise erkennt und sogar per App gesteuert platzieren kann. Was heute noch nach Gadget klingt, könnte morgen zum Standard avancieren, sollte sich die Alltagstauglichkeit bewähren.

Auch abseits dieser „greifbaren“ Innovation zeigt Roborock Ingenieurskunst: Die Saros 10 und 10R bestechen durch ein ultraflaches Design. Möglich macht es ein einfahrbarer Laser-Turm (RetractSense-LiDAR), der sich bei niedrigen Möbeln absenkt. Mit nur 7,98 cm Höhe schlüpft der Roboter unter so manches Sofa, ohne auf Lasernavigation verzichten zu müssen. Die Variante Saros 10R verzichtet sogar ganz auf den traditionellen Turm und navigiert stattdessen mit einer Kombination aus 3D-Time-of-Flight-Sensoren und KI-gestützter Kamera (Roborocks „StarSight 2.0“-System). Hindernisse werden in Echtzeit dreidimensional erfasst – der Roboter sieht seine Umgebung förmlich „räumlich“ und umfährt Stolperfallen noch geschickter.

Natürlich hat Roborock auch an den Kerndisziplinen gearbeitet. Das neue VibraRise® 4.0-Wischmodul schrubbt Böden mit vibrierenden Bewegungen noch gründlicher und hebt den Mop automatisch an, sobald Teppich unter den Sensor kommt. Die Saugleistung klettert auf über 22.000 Pa, um auch tief sitzenden Schmutz aus Teppichen zu ziehen. Ein weiteres Highlight ist das Schwellen-Kletterwerk aus dem Vorgängermodell Q Revo: Per ausfahrbarer Radanhebung überwindet der Saros größere Teppichkanten oder Türschwellen, wo früher Endstation war. Insgesamt demonstriert Roborock mit der Saros-Reihe, wie ein moderner Saug- und Wischroboter 2026 aussehen kann – eine Mischung aus zuverlässigem Putzteufel und smarter Haushaltshilfe, die mehr kann als nur Staub schlucken.

Dreame: Treppensteiger und Roboterbutler in einem

Das chinesische Unternehmen Dreame hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Innovationsmotor gemausert – und 2026 soll das eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Dreame zündet ein wahres Feuerwerk an Neuheiten, die auf Messen bereits für Aufsehen sorgten.

Zunächst wäre da der Dreame X50 Ultra, das neue Flaggschiff, das bereits Ende 2025 vorgestellt wurde. Dieses Modell setzt auf pure Leistungsfähigkeit und Cleverness im Detail: Zwei gegenläufig rotierende Bürstenwalzen (statt nur einer) nehmen Staub noch effektiver auf, während ein Pro Leap Radsystem die Räder auf Knopfdruck ausfahren lässt. Dadurch kann der X50 Ultra Hindernisse von bis zu 6 cm Höhe erklimmen – Schwellen, Teppichkanten oder sogar niedrige Absätze überwindet er, wo andere Roboter kapitulieren. Interessant für Altbauwohnungen: Selbst zweistufige Türschwellen meistert er durch die variable Radaufhängung. Hinzu kommt ein einfahrbarer Laserturm ähnlich dem Roborock-Konzept, was dem Dreame X50 Ultra mit knapp 8,95 cm Bauhöhe eine flachere Silhouette verleiht. Unter Möbeln macht er sich damit so klein wie möglich, um wirklich überall hinzugelangen.

Eine besondere Finesse ist die neue Multi-Mopp-Station: In der Basisstation lagern drei wechselbare Wischpads. Der Roboter kann automatisch das passende Pad für verschiedene Räume aufziehen – etwa eines fürs Bad und ein frisches fürs Wohnzimmer – ohne dass der Mensch eingreifen muss. Die Station wäscht und trocknet die gebrauchten Mopp-Aufsätze selbstständig. In Sachen Saugkraft spielt Dreame ebenfalls in der obersten Liga mit: 30.000 Pa soll der Motor leisten – ein Rekordwert, der selbst hartnäckigen Schmutz keine Chance lässt.

So beeindruckend der X50 Ultra ist, Dreame hat noch ambitioniertere Pläne geschmiedet. Der Dreame Cyber10 Ultra und Dreame CyberX, zwei Konzept-Modelle, zeigen, wohin die Reise geht. Der Cyber10 Ultra kann als „Roboterbutler“ bezeichnet werden: Er ist Dreames erster Saugroboter mit eigenem Roboterarm. Dieser „Hyper-Flex“-Arm hat vier Gelenke, eine Reichweite von 33 cm und kann bis zu 500 g anheben – fast das Doppelte des Roborock-Arms. Auf der IFA 2025 demonstrierte Dreame eindrucksvoll, wie der Cyber10 Ultra damit Legosteine aufsammelte und sogar ein Trinkglas anhob. Der Arm ist jedoch nicht nur zum Greifen da: Er dient mit einer kleinen integrierten Kamera auch als verlängerter „Tast- und Sichtfühler“. Zusammen mit der Frontkamera und seitlichen Laseraugen bildet das die TriSight 360°-Erkennung, die Hindernisse aus allen Richtungen erfasst. Nichts entgeht diesem Roboter: Schuhe, Kabel, verschüttetes Katzenfutter – der Cyber10 erkennt es, navigiert vorsichtig darum herum oder räumt es aus dem Weg. Seine Technikoffensive rundet er mit einem All-in-One-Dock ab, das Staub entleert, Mopps wäscht, trocknet und Frischwasser bereitstellt. Kurzum: ein vollautomatisches Reinigungssystem, das dem Menschen fast alles abnimmt.

Noch futuristischer wirkt der Dreame CyberX. Dieser Prototyp sorgte für staunende Gesichter, denn Dreame adressiert hier ein uraltes Problem von Haushaltsrobotern: Treppen. Der CyberX soll der erste Saugroboter werden, der Stufen erklimmen kann – bis zu 25 cm Höhe, also eine Standard-Treppenstufe. Möglich macht das ein ausgeklügeltes Fahrwerk mit ausfahrbaren Raupenbändern und grob profilierten Rädern, die sich förmlich die Treppen hochziehen. Sensoren scannen die Treppe vorher in 3D (Dreames „Smart 3D Adapt“), damit der Roboter weiß, worauf er sich einlässt. Drei Bremssysteme verhindern, dass er abrutscht oder ungewollt hinabstürzt. Zwar ist der CyberX noch ein Vorgeschmack auf die Zukunft – Preise oder Verkaufsstart nannte Dreame noch nicht – doch er markiert einen Wendepunkt. Sollten Roboter bald wirklich eigenständig in den ersten Stock und wieder zurück fahren, wäre das ein Befreiungsschlag für alle mit mehrstöckigen Wohnungen. Dreame zeigt damit: 2026 dürften auch langjährige Beschränkungen der Robotik fallen. Der Gedanke, dass ein einzelner Roboter das gesamte Haus inklusive Treppe reinigen könnte, ist plötzlich greifbar nah.

iRobot: Roomba meldet sich eindrucksvoll zurück

Lange galt iRobot als Synonym für Saugroboter, doch zuletzt wirkten die Roombas etwas betagt neben der agilen Konkurrenz. 2026 jedoch bläst der Traditionshersteller zum Angriff und besinnt sich auf seine Pionierrolle. Im Frühjahr 2025 enthüllte iRobot die größte Produktoffensive seiner Firmengeschichte – ein ganzes Roomba-Portfolio neuer Modelle wurde angekündigt, das ab 2026 voll durchstarten soll.

Die wichtigste Neuerung vorneweg: Endlich bekommen Roombas Augen in Form von LiDAR. Bisher setzte iRobot oft auf Kameras oder einfache Sensoren, doch nun spendiert man den Top-Modellen einen rotierenden Lasersensor („ClearView™ LiDAR Navigation“), der die Wohnung schnell und präzise kartiert. Dadurch können die neuen Roombas weitaus systematischer und zielsicherer reinigen. Unterstützt wird das durch PrecisionVision KI-Technologie in höheren Ausstattungsvarianten, damit etwa Kabel oder Tierhäufchen zuverlässig erkannt und umfahren werden – ein Bereich, in dem Mitbewerber zuletzt vorgelegt hatten.

Leistungsseitig hat iRobot ebenfalls massiv aufgerüstet. Die neue Roomba 105er-Serie wirbt mit 70-facher Saugleistung gegenüber den Uralt-Roomba 600-Modellen. Zum Vergleich: Die vorherigen Topmodelle schafften etwa das Zehnfache – der Sprung ist also enorm. In der Praxis bedeutet das, dass auch tiefsitzender Staub aus Teppichen geholt werden kann und größere Krümel kein Problem mehr darstellen. Gleichzeitig wurde die Reinigungslogik verbessert: Mehrseitige Gummibürsten und anhebende Moppelemente (bei den Kombimodellen) sorgen für bessere Teppich- und Eckenreinigung.

iRobot setzt außerdem auf längere Autonomie: „DustCompactor™“ heißt eine Innovation, bei der der Roboter den eingesaugten Schmutz im Inneren verdichtet. Die Staubbox kann so ein Vielfaches an Dreck aufnehmen, bevor sie geleert werden muss. Modelle mit dem Namenszusatz 205 tragen diese Technik – man darf sich das wie einen Mini-Müllpresscontainer vorstellen, der Flusen und Krümel zu kompakten Pucks presst. In Kombination mit großen Absaugstationen, die den Dreck ab und zu automatisch heraussaugen, soll monatelanges Reinigen ohne manuelles Ausleeren möglich sein.

Auch beim Wischen schließen die neuen Roombas zum Wettbewerb auf. Die Topmodelle Roomba Plus 405 Combo und Plus 505 Combo kommen mit einer AutoWash™-Dockingstation, die vollautomatisch alles erledigt: vom Entleeren des Staubbehälters über das Auswaschen und Trocknen der Mop-Pads bis zur Selbstreinigung der Station. Die Mopptücher selbst sind jetzt doppelt rotierend und können sich ausfahren sowie anheben. Wenn der Roboter auf Teppich fährt, zieht er die Mop-Scheiben hoch, um nichts nass zu machen. Bei hartnäckigen Flecken hingegen drücken sich die Mopps kräftiger auf und schrubben intensiver. iRobot hat sogar an die Optik gedacht: Das neue Line-up präsentiert sich in modernen Farben und mit edlen Oberflächen – weg vom Plastikgrau der Vorgänger. Grün als Akzentfarbe sticht ins Auge und symbolisiert gewissermaßen den Neuanfang.

Unterm Strich positioniert sich iRobot damit für 2026 als „der große Rückkehrer“. Die Marke, die einst die Haushaltsrobotik begründete, will nun zeigen, dass sie wieder tonangebend sein kann. Für Verbraucher heißt das: deutlich stärkere Saugleistung, smarte Navigation und endlich Roborock & Co. auf Augenhöhe begegnen – vielleicht sogar übertrumpfen. Ob dies gelingt, wird der Praxistest zeigen, doch allein das breite Angebot (für jedes Budget soll ein passender Roomba dabei sein) und die spürbaren Innovationsschritte sorgen für Spannung im neuen Jahr.

Ecovacs: Turbosauger mit Zyklon-Technik und Blitzladung

Ecovacs, bekannt durch seine Deebot-Reihe, ruht sich ebenfalls nicht auf vergangenen Erfolgen aus. Für 2026 hat der chinesische Hersteller seinen vielleicht ambitioniertesten Saug- und Wischroboter vorgestellt: den Deebot X11 OmniCyclone. Hier steckt schon im Namen, was neu ist – „OmniCyclone“ verweist auf ein beutelloses Absaugsystem in der Station nach Vorbild der Zyklon-Staubsauger. Wo herkömmliche selbstentleerende Roboter den Schmutz in einen Staubbeutel im Dock blasen, verzichtet Ecovacs auf Wegwerfbeutel. Stattdessen wirbelt die Station den Staub in einem Zyklonbehälter, sodass Schmutz und Luft getrennt werden. Der Vorteil: Nie mehr Beutel nachkaufen und konstant starke Saugkraft beim Entleeren. Dyson lässt grüßen – nur dass hier der Roboter sich selbst entleert.

Doch das X11-Modell kann noch mehr: Ecovacs hat ihm ein wahres Power-Paket geschnürt. 19.500 Pa Saugleistung drücken den Deebot X11 an die Leistungsspitze, unterstützt von einer Anti-Verhedderungs-Bürste der dritten Generation, die Haare zuverlässig vom Roller entfernt. Beim Wischen setzt Ecovacs erstmals auf einen OZMO™ Roller Mop 2.0. Anders als klassische runde Mopps ist dies eine breite Walzenrolle aus Mikrofaser und Nylon, die sich drehend über den Boden rollt – ähnlich wie bei stehenden Wischsaugern (eine Technologie, die Ecovacs’ Tochterfirma Tineco perfektioniert hat). Diese Walze reinigt streifenfrei bis ganz an die Kanten und nimmt auch hartnäckigen Schmutz wie angetrocknete Flecken besser auf. In den Ecken hilft zusätzlich TrueEdge 3.0: ein Mechanismus, der Mop und Bürste etwas über die Roboterkante hinaus schiebt, um wirklich in jede Ecke zu kommen.

Eine weitere technische Meisterleistung ist das PowerBoost-Ladesystem. Der X11 kann nämlich während des Putzens zwischendurch zum Dock zurückkehren und im Schnellverfahren nachladen. In nur 3 Minuten zapft er etwa 6 % Akku an – genug für einige weitere Zimmer, bevor er für einen langen Ladezyklus pausieren müsste. Dieses „Boxenstopp“-Prinzip sorgt dafür, dass auch große Flächen zügig gereinigt werden: Der Roboter wischt z.B. die Küche, kehrt für ein paar Minuten an die Station zurück, während dort ohnehin seine Mopprolle ausgespült wird, und hat dabei gleich wieder genug Energie getankt, um das Wohnzimmer anzugehen. Apropos Mop-Reinigung: Die OmniCyclone-Station säubert die Mopprolle mit Heißwasser (circa 75 °C) und zwei getrennten Reinigungsmitteln für optimale Hygiene. Anschließend wird die Walze mit heißer Luft getrocknet, sodass kein modriger Geruch entsteht.

Damit der Deebot X11 in einer komplexen Wohnung nicht hängenbleibt, hat Ecovacs ihm ein TruePass 4WD-Antriebssystem spendiert. Kleine mechanische Hebel an den Rädern helfen, Schienen von Schiebetüren oder Teppichränder bis etwa 4 cm Höhe zu überklettern – quasi ein Allradantrieb für den Wohnbereich. Gleichzeitig hebt ein Triple-Lift-System je nach Bedarf Mopprolle und Bürsten an: Auf Teppich wird der nasse Mop angehoben, und wenn hohe Hindernisse anstehen, zieht der Roboter seine Bauteile ein, um nicht anzustoßen. In Sachen Intelligenz nutzt der X11 AIVI 3D-Technologie, Ecovacs’ Kombination aus Laser und KI-Kamera, um Objekte zu erkennen und Räume als 3D-Karte darzustellen.

Auch eine Erwähnung wert: Bereits zur CES 2025 zeigte Ecovacs mit dem Deebot X8 Pro Omni, wohin die Reise ging. Dieses Modell – noch vor dem X11 auf dem Markt – hat eine Besonderheit, die wohl Schule machen wird: Es führt einen Wassertank mit Heizung direkt an Bord. Während die meisten Wischroboter nur in der Station Warmwasser nutzen, kann der X8 Pro Omni sein Wischwasser unterwegs erhitzen und so Hartböden mit warmem Wasser reinigen, was die Reinigungswirkung erhöht. Zudem hielt Ecovacs an klassischen runden Mopptellern fest und brachte parallel die Deebot T50-Serie heraus: Vom T50 Max Pro mit enormen 15.000 Pa Saugkraft für Teppichliebhaber bis zum T50 Pro Omni mit schlanken 81 mm Bauhöhe für flache Möbelabstände war alles dabei. Diese Geräte zeigen, dass Ecovacs sowohl auf neue Konzepte (Rollermopp, Zyklonstation, Schnellladung) setzt als auch bewährte Designs weiter optimiert. Für 2026 steht Ecovacs damit hervorragend aufgestellt – die Devise lautet offenkundig, dem Nutzer noch mehr Abnahme aller Reinigungsarbeiten zu bieten, vom automatischen Nachfüllen bis zum wochenlangen Autarkbetrieb.

Neue Herausforderer: Start-ups und Quereinsteiger mischen mit

Neben den großen Marken drängen 2026 auch ungewöhnliche Verdächtige und frische Player auf den Markt der Haushaltsroboter. Diese Newcomer bereichern die Branche mit originellen Ansätzen und zeigen, dass Innovation oft von Seitenkommt, die man nicht erwartet hätte.

DJI – bekannt als König der Kameradrohnen – wagt sich plötzlich auf den Boden der Tatsachen. Mit der DJI Romo-Serie bringt der Drohnenriese seine erste Saugroboter-Produktlinie heraus und sorgt für Aufsehen. Drei Modelle – Romo S, Romo A und das Flaggschiff Romo P – zielen auf das Premium-Segment ab und profitieren direkt von DJIs jahrelanger Drohnenerfahrung. So stattet DJI seine Roboter mit einem „omnidirektionalen Hindernissensor“-System aus, das direkt aus der Luftfahrt stammen könnte. Eine Kombination aus dualen Fisheye-Kameras und drei Weitwinkel-Laserscannern erlaubt dem Romo, selbst winzige Objekte von 2 mm Größe auf dem Boden zu erkennen. Spielzeugteile, Kabel oder Tiernäpfe werden in Echtzeit identifiziert und umsichtig umfahren. Die Algorithmen sind so schlau, dass der Roboter sogar sein Saugverhalten anpasst: Sieht er etwa verstreute Tierfutter-Pellets, drosselt er die Geschwindigkeit, um nichts wegzukicken, und erhöht gleichzeitig die Saugkraft, um alles aufzunehmen. Diese Feinfühligkeit verdankt er KI-gestützter Objekterkennung – ein Gebiet, in dem DJI dank autonomer Drohnen reichlich Know-how hat.

Auch bei der Hardware setzt DJI Maßstäbe. Mit 25.000 Pa Saugkraft (dem wohl höchsten offiziellen Wert auf dem Markt) sollen die Romo-Modelle keinen Schmutz liegenlassen. Ein neuartiges Bürstensystem kombiniert zwei gegenläufige Hauptbürsten, die Haare sofort entwerren, mit zwei ausziehbaren Seitenbürsten, die in Ecken vordringen können. Fürs Wischen haben die Roboter zwei rotierende Mopps, die automatisch angehoben werden, sobald Teppich erkannt wird. Besonders das Topmodell Romo P sticht heraus: Es kommt mit einem vollständig durchsichtigen Gehäuse – man sieht dem Roboter quasi bei der Arbeit zu – und sogar die Dockingstation ist transparent gestaltet, was futuristisch und technisch zugleich wirkt. Zudem besitzt der Romo P einen zusätzlichen Tank für Reinigungsflüssigkeiten. So kann man etwa einen Schuss Desinfektionsmittel oder Fettlöser speziell für die Küchenreinigung einfüllen; der Roboter dosiert dies dann automatisch, wenn er die Küche wischt. DJI betritt also mit Pauken und Trompeten die Bühne und könnte die etablierten Hersteller herausfordern, indem es drohnengestützte Präzision in unsere Wohnzimmer bringt.

Ein weiterer spannender Neuling ist SwitchBot, bisher eher bekannt für smarte Gardinenmotoren oder kleine Robot-Schalter. Mit dem SwitchBot K20+ wagt sich das Start-up in die Saugroboter-Welt – und das auf ungewöhnliche Weise. Anstatt „nur“ einen weiteren runden Putzknecht zu bauen, denkt SwitchBot modular: Der K20+ ist Teil einer „Fusion“-Plattform, an die man verschiedene Module andocken kann. Im Kern ist er ein leistungsfähiger Staubsaugerroboter, der selbständig leert und wischt. Doch obendrauf lässt sich z.B. eine abnehmbare Überwachungskamera setzen, ein Luftreiniger-Modul oder sogar ein kleiner Ventilator. Die Idee dahinter: Der Roboter wird zur beweglichen Smart-Home-Basis, die man je nach Bedarf erweitern kann. Für Technik-Bastler bietet SwitchBot offene Schnittstellen, um eigene Aufsätze – per 3D-Druck etwa – zu kreieren. Damit nicht genug, hat SwitchBot auch an verschiedenen Absaug- und Dockingstationen getüftelt: Von einfachen Staubboxen über vollautomatische Reinigungsstationen bis hin zu einer Ladestation mit integriertem Luftbefeuchter (die während des Dockens gleich den Wassertank des Roboters auffüllt) ist alles dabei. Zusätzlich präsentiert SwitchBot die S20-Serie – konventionellere Saugroboter, die aber pfiffige Details wie eine ausfahrbare Seitenbürste und einen ausfahrbaren Wischroller besitzen, um Ecken und Kanten besser zu reinigen. Die Message hier: Auch ein kleiner Akteur kann mit Kreativität punkten und vielleicht eine Nische für sich erobern.

Nicht unerwähnt bleiben darf Narwal, ein Pionier bei Wischrobotern, der nun sein nächstes Kapitel aufschlägt. Narwal hatte vor einigen Jahren für Furore gesorgt, als einer der ersten Hersteller mit automatischer Mopp-Waschanlage in der Station. Der neue Narwal Flow bringt das Konzept nun zusammen mit einem Rollwisch-System. Statt zweier Rundpads besitzt der Flow – ähnlich Ecovacs – eine Walzenbürste zum Wischen, die den Vorteil hat, direkt an der Kante entlangzufahren. Besonders clever: Diese Walze kann an den Enden leicht ausfahren, um gezielt in Ecken oder an Fußleisten zu schrubben, wo herkömmliche Rundpads einen kleinen Rand frei lassen. Für die Navigation nutzt Narwal beim Flow ein Dual-Kamera-System, das gleichzeitig nach vorne und zu den Seiten schaut. Damit erfasst der Roboter seine Umgebung aus zwei Blickwinkeln und erkennt laut Hersteller über 200 unterschiedliche Objekte – vom Socken über das Stromkabel bis zum Haustier. Mit dieser „Stereo-Sicht“ sollen weniger Kollisionen passieren. Auch Narwal hat natürlich die Saugkraft erhöht und liegt jetzt im oberen Bereich (konkrete Zahlen hält man noch geheim), um mit der Konkurrenz mitzuhalten. Neben dem High-End-Modell Flow hat Narwal zudem preisgünstigere Varianten in petto, die im Laufe von 2026 erscheinen sollen – etwa einen Freo Z10 als Einsteigermodell und einen Freo Pro in der Mittelklasse, beide mit solider Wischstation, aber ohne Roller-Technik. Narwals Stärke bleibt das Wischen; hier wollen sie weiterhin Maßstäbe setzen und gleichzeitig ihre Geräte einem breiteren Publikum zugänglich machen.

Neben diesen Beispielen gibt es zahlreiche weitere Newcomer und Ideen, die den Trend untermauern: Eureka, ein Traditionsname bei Staubsaugern, mischt nun ebenfalls im Premium-Robotermarkt mit und bringt mit dem Eureka J15 Max Ultra einen Saug-Wischroboter mit AI-gestützter Hinderniserkennung heraus, der angeblich als erster sogar durchsichtige Flüssigkeiten auf dem Boden erkennt und wegwischt – verschüttetes Wasser ist also kein blinder Fleck mehr. 3i, ein aufstrebender Hersteller, hat innovative Modelle wie den 3i P10 Ultra, dessen Wischmopp speziell für Kanten optimiert ist, oder den 3i G10+, der anstelle einer Staubabsaugstation auf ein internes Müllpresse-System setzt, um seltener entleeren zu müssen. Und dann ist da noch LG, das auf der IFA 2025 ein Konzept für eine festeingebaute Roboter-Station präsentierte: Diese Dockingstation verschwindet im Sockelbereich einer Einbauküche und lässt den Roboter unter dem Küchenschrank parken, wo er automatisch entleert und geladen wird – nahezu unsichtbar im Küchenmöbel integriert. Dafür gab es bereits einen CES-Innovationspreis, auch wenn das Produkt noch auf den Marktstart wartet. Man sieht: Der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Vom transparenten Roboter bis zur unsichtbaren Station – 2026 dürfte es für jeden Geschmack und Bedarf einen passenden Haushaltsroboter geben.

Fazit: Ein Ausblick auf den Trend 2026

Das Jahr 2026 verspricht im Bereich der Saug- und Wischroboter einen echten Technologiesprung. Künstliche Intelligenz und ausgeklügelte Sensorik machen die Geräte schlauer und autonomer als je zuvor – sie erkennen Kleinteile, Möbel und selbst Treppenstufen, denken mit und passen sich an. Mechanische Innovationen erweitern das Einsatzfeld: Roboterarme greifen und öffnen neue Möglichkeiten, spezielle Fahrwerke nehmen Hürden wie Schwellen und Treppen, modulare Konzepte verleihen Flexibilität. Die Reinigungsleistung schnellt in die Höhe, gemessen in zehntausenden Pascal Saugkraft und unterstützt von Walzen, Duo-Bürsten und vibrierenden Mopps, die Schmutz keine Chance lassen. Zugleich werden die Roboter immer unabhängiger vom Menschen: Selbstreinigende Dockingstationen mit Heißwasser und Heißluft, Staub-Zyklone statt Beutel, Komprimierungssysteme und Schnellladetechnologie – all das zielt darauf ab, den Wartungsaufwand zu minimieren. Viele der 2026er-Modelle versprechen wochen- oder gar monatelangen Betrieb ohne manuelles Eingreifen.

Für die Verbraucherinnen und Verbraucher bedeutet das einerseits mehr Komfort und Zeitersparnis, andererseits aber auch die Qual der Wahl. Große Marken wie Roborock, Dreame, iRobot und Ecovacs bringen ausgereifte Geräte auf den Markt, während Newcomer wie DJI, SwitchBot oder Narwal mit frischen Ideen locken. Der Trend geht klar zur „eierlegenden Wollmilchsau“ unter den Haushaltsrobotern: Ein Gerät, das saugt, wischt, sich selbst versorgt und vielleicht noch ein paar Extras im Petto hat – sei es die Haustierüberwachung per Kamera oder das Wegheben von Hindernissen. Gleichzeitig kristallisieren sich spezialisierte Funktionen heraus, die bestimmte Modelle besonders auszeichnen (zum Beispiel Treppensteigen oder modulare Erweiterbarkeit).

Eines steht fest: Langweilig wird es nicht. Die Entwicklung der Saug- und Wischroboter im Jahr 2026 ist so dynamisch wie nie. Was vor wenigen Jahren noch Zukunftsmusik war – ein Roboter, der wirklich das ganze Haus sauber hält, inklusive der schwierigen Ecken und Kanten – rückt in greifbare Nähe. Die nächsten Trends zeichnen sich bereits am Horizont ab: vollautomatisierte Haushalte, in denen Roboter mehr tun als nur Böden zu reinigen. Doch schon die nahende Generation dieser putzigen Hightech-Helfer wird unseren Alltag ein Stück weit verändern. Sie übernehmen lästige Aufgaben mit erstaunlicher Perfektion und entwickeln sich immer mehr vom simplen Staubsauger zu echten smarten Mitbewohnern. 2026 werden wir erleben, wie diese Vision ein gutes Stück Realität wird – zum Staunen, zum Entlasten und vielleicht auch zum bisschen Verlieben in die neuen Haushaltstalente.

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